Elektronische Bohrdatenschreiber (EDR)-Systeme & Integration des SRD-Bohrschlammsensors
Was ist der Zweck dieses Artikels?
Dieser Artikel soll erklären, wie elektronische Bohrdatenschreiber (EDR) funktionieren und wie Rheonics Der SRD-Bohrschlammsensor lässt sich in EDR-Plattformen integrieren. Er bietet einen Überblick über gängige EDR-Systeme, Kommunikationsprotokolle (wie Modbus, WITS und WITSML) und beschreibt, wie Sensordaten in Echtzeit für Bohrarbeiten lokal und in der Cloud übertragen, visualisiert und gespeichert werden können.
Um welche Produkte handelt es sich?
Ein elektronischer Bohrdatenschreiber (EDR) oder Bohrlochdatenschreiber ist ein System, das Bohrparameter in Echtzeit von Sensoren und Bohrlochinstrumenten erfasst, verarbeitet, visualisiert, aufzeichnet und überträgt. Typische Messgrößen sind unter anderem das Gewicht auf dem Bohrmeißel (WOB), das Drehmoment, die Drehzahl, die Bohrgeschwindigkeit (ROP), Pumpendrücke, Fördermengen, Drosseldrücke, Spülungseigenschaften, Hakenlast, Bohrlochsensoren usw.
Ein modernes EDR ist oft ein vernetztes System mit lokaler Datenerfassung, Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI) auf der Bohrinsel und Konnektivität (Edge/Cloud) zu entfernten Betriebszentralen, oft über WITS, WITSML, Modbus oder andere Datenprotokolle.
Eine sich abzeichnende Verbesserung ist die Integration von Sensoren zur Messung der Eigenschaften von Bohrspülungen, wie beispielsweise dem SRD Inline-Dichtemessgerät und dem Viskosimeter, in den EDR-Datenstrom. Dies ermöglicht eine kontinuierliche Echtzeitüberwachung der Schlammdichte und -viskosität, anstatt sich ausschließlich auf manuelle Laborprüfungen zu verlassen.
1. Kommerzielle EDR-/Bohrinsel-Instrumentierungssysteme
Nachfolgend finden Sie eine Liste von EDR-Systemen bzw. -Plattformen mit kurzen Beschreibungen und Hinweisen zur möglichen Integration.
2. Wie verbindet man einen SRD-Sensor mit EDR-Systemen?
Jedes elektronische Bohrlochaufzeichnungssystem (EDR) verfügt über eine eigene Methodik und ein eigenes Konfigurationsverfahren zur Integration von Modbus-basierten Sensoren in ein WITS-Netzwerk (Wellsite Information Transfer Specification). Die genauen Schritte können je nach EDR-Hersteller, Softwareversion und verfügbaren Kommunikationsschnittstellen variieren. Typischerweise umfasst dieser Prozess die Definition des Modbus-Geräts, die Zuordnung von Registern zu den entsprechenden Bohrparametern und die Zuweisung von WITS-Datensatztypen oder -Kanälen für die Datenübertragung.
Bei der Integration Rheonics Für die Integration von Sensoren (wie z. B. SRD- oder SRV-Modellen) in ein EDR-System gelten im Allgemeinen die folgenden gängigen Konfigurationseinstellungen:
2.1. Sensoreinstellungen
Die Standardkonfiguration der SME-TRD(Modbus RTU) Die Verwendung von Modbus ist in Tabelle 1 unten aufgeführt. Die Konfiguration kann mithilfe der RCP-Software (Abbildung 1) geändert werden.
| Modbus-Kommunikationsparameter | |
|---|---|
| Slave-ID | 1 (vom Benutzer konfigurierbar) |
| Baudrate | 38400 (vom Benutzer konfigurierbar) |
| Parität | ungerade (vom Benutzer konfigurierbar) |
Tabelle 1. Modbus-Standardkonfigurationsparameter |
|

Rheonics Der Sensor kann auch so konfiguriert werden, dass er verwendet wird Modbus TCP.
2.2. Empfohlene Register:
Sensordaten sind verfügbar in der Eingangsregister. Die folgende Tabelle zeigt die gebräuchlichsten Register.
| Parameter 12 | Viskosität hält gut | |||
| 136 | 300137 | 2 | Schwimmer32 | Parameter 12 Wert als Gleitkommazahl |
| Parameter 13 | Dichte hält lange gut | |||
| 144 | 300145 | 2 | Schwimmer32 | Parameter 13 Wert als Gleitkommazahl |
| Parameter 2 | Temperatur Median | |||
| 56 | 300057 | 2 | Schwimmer32 | Parameter 2 Wert als Gleitkommazahl |
3. Was ist WITS/WITSML?
Wellsite Information Transfer Specification (WITS) ist ein Industriestandardformat für die Übertragung von Bohrlochdaten zwischen Computersystemen auf einer Bohranlage. Es ermöglicht den Datenaustausch in Echtzeit zwischen Sensoren, Bohranlageninstrumenten und Datenaufzeichnungssystemen.
Die meisten elektronischen Bohrlochmessgeräte (EDRs) unterstützen den WITS-Standard nativ und ermöglichen so die Integration mit Sensoren und Überwachungssystemen von Drittanbietern. Steht keine direkte Kompatibilität zur Verfügung, können spezielle Kommunikationsschnittstellen (wie Modbus-zu-WITS- oder OPC-zu-WITS-Konverter) eingesetzt werden, um die Daten im WITS-Format zu übersetzen und zu übertragen. Dies gewährleistet die Interoperabilität zwischen verschiedenen Hardware- und Softwareplattformen auf der Bohrinsel.


3.1. Spezialisierte Gateways
4. Kommerzielle Cloud-Speicherdienste
Die Cloud-Speicherdienste von Rigsite bieten eine sichere, zentrale Plattform für die Verwaltung von Daten, die bei Bohr-, Fertigstellungs- und Produktionsvorgängen erfasst werden. Diese Dienste sind für die Verarbeitung der großen Datenmengen und der hohen Datenfrequenz ausgelegt, die an Bohrstellen anfallen.
